Impressionen und Archiv

vergangener Exkursionen

Exkursion Drömling 2019

Der Drömling ist ein eher unbekanntes Gebiet, obwohl er im östlichen Teil bereits seit 1990 als Naturpark ausgewiesen ist und aktuell die Ausweisung als Biosphärenreservat erfolgt. Die sehr dünn besiedelte und in Deutschland einzigartige Niedermoor-Landschaft liegt östlich von Wolfsburg, über die Grenze von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hinweg. Prägend sind für das von Aller und Ohre durchflossene Niederungsgebiet vor allem die Entwässerungs- und Kultivierungsmaßnahmen im 18. Jahrhundert. Durch sie entstand eine ganz besondere Kulturlandschaft mit einem umfangreichen Gewässernetz, das seit Anfang des 20. Jahrhunderts auch den  Mittellandkanal umfasst. Die Bezeichnung „Land der tausend Gräben“ spiegelt das Landschaftsbild daher sehr gut wider. Der Drömling ist ein bedeutender Teil im Biotopverbund zwischen Weser und Elbe. Um dem Rechnung zu tragen, ist ein Großteil des Gebietes als Landschafts- oder Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Vielzahl an besonderen und typischen Feuchtgebieten (wie Bruchwälder, Feuchtwiesen, Pappelreihen) bietet Lebensraum und Rückzugsgebiet für viele seltene und gefährdete Tier- und Pflanzen-Arten. So kommen heute Fischotter, Biber, Beutelmeisen, Wachtelkönig und Seeadler ebenso (wieder) vor wie z.B. Flutende Teichsimse und Gelbe Wiesenraute. Darüber hinaus hat der Drömling eine herausragende Bedeutung für den Vogelschutz. Insbesondere ist das Gebiet bedeutend für den Schwarzstorch und ist wichtiger Besiedlungsschwerpunkt des Weißstorches, aber Durchzugs- und Rastgebiet für Kraniche, Gänse, Schwäne, Enten und den Großen Brachvogel.

Unsere Exkursion führte uns abseits der Haupt-Wege auf den Spuren der Natur- und jahrhundertelangen Kultur-Geschichte durch das Gebiet. Wir  waren u.a. uralte Eichen, Quellen, das Otter-Zentrum, Biber-Burgen, die älteste Sumpfburg Deutschlands, Wasserschlösser und historische Fachwerk-Orte erkunden. Dabei  standen die Vielfalt der Landschaft, der Biotoptypen und Arten sowie Aspekte von Arten- und Flächenschutz auf unserem Programm. 


Exkursion Schwarze Sonne 2019

Das deutsch-dänische Grenzgebiet entlang der Nordseeküste ist im Herbst Schauplatz für ein großartiges Naturschauspiel, die „Schwarze Sonne“. Bei diesem „Tanz der Stare“ versammeln sich am Abendhimmel – je nach Witterung – stellenweise hunderttausend und mehr Vögel. Sie kreisen einige Zeit über den Kögen, um später ins Schilf zum Schlafen einzufallen. 

 

Damit nicht genug: es rasten außerdem zehntausende Gänse in den Kögen und Salzmarschen, um Kraft-Reserven vor ihrem Zug weiter in den Süden aufzubauen. Zudem verweilen  z.B. Singschwäne, verschiedene Enten-Arten und einzelne Limikolen-Arten. Dementsprechend hat dieser Bereich an der Westküste nationale und internationale Bedeutung für den Vogelzug.

 

Auf unserer Exkursion standen Vogel-Beobachtung, Naturschutz-Aspekte und Natur-Geschichte zwar tagsüber und abends im Vordergrund, doch  haben wir auch die Vielfalt dieser einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft mit ihren alten Seefahrer- und Fischerdörfern, uralten Kirchen und markanten Leuchttürmen vor und hinter den Deichen erkundet. So machten wir u.a. eine Tour hinein in das UNESCO Weltnaturerbe und den Nationalpark Wattenmeer mit Ziel Mandø. Diese kleine Gezeiten-Insel ist ausschließlich über einen nur bei Niedrigwasser passierbaren Dammweg erreichbar, was die Anreise zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht hat. Desweiteren war der neue Grenzzaun gegen die afrikanische Schweinepest einen Abstecher wert, der im Kreise von Naturschützern, Jägern und Politikern intensive Diskussionen hervorgerufen hat.


Pilze 2019


Himmelmoor 2019